artist statement (german)


Meine künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit dem Blick nach Innen.

Es geht mir darum, mich dem Moment und somit dem unmittelbaren Sein hinzugeben, anstatt mich, wie so oft im profanen Leben, in

abstrakten Intellektgebilden zu verlieren. Weniger homo rationalis, mehr homo ludens.

 

Das nächtliche Malen ist ein von Reflektion und Kalkül weitgehend befreiter Prozess: Ich versuche intuitiv Impulsen nachzugehen und zu

lernen, dem steten inneren Flüstern zuzuhören. Übungen im Loslassen, Kontrolle abgeben, ein Spiel mit Form und Farbe, das nicht dem

Druck unterliegt irgendetwas darstellen, oder eine Funktion erfüllen zu müssen.

 

Dieser selbstvergessene Schaffenszustand ist von dem stetigen Oszillieren zwischen scheinbar widersprüchlichen Emotionen geprägt.

Flackernde Getriebenheit folgt auf spielerische Leichtigkeit, eruptive Aggression löst sich in tiefer Melancholie auf.

 

Die Bilder werden zugelassen, ein Resonanzversuch mit dem Unbekannten.